Armlehnstuhl aus Kuhfell – jedes Fell zeichnet seinen eigenen Stuhl
Beim Armlehnstuhl aus Kuhfell steht das Fell selbst im Vordergrund. Seine Zeichnung bestimmt, wie der fertige Stuhl am Ende aussieht. Farbflächen, Übergänge, Haarstruktur und natürliche Merkmale entstehen nicht in unserer Werkstatt – sie sind bereits Teil des Materials. Deshalb lässt sich bei diesem Modell auch keine Fellzeichnung ein zweites Mal herstellen. Selbst wenn zwei Stühle dieselbe Form und dasselbe Gestell besitzen, werden sie durch das verwendete Kuhfell unterschiedlich aussehen. Genau darin liegt für uns die Besonderheit dieses Stuhls.
Die Zeichnung kommt von der Natur
Kuhfell besitzt keine wiederkehrende Musterung. Je nachdem, welcher Bereich des Fells für die Sitzschale verwendet wird, können größere oder kleinere Farbflächen, weichere Übergänge oder deutlichere Kontraste sichtbar sein. Auch die Richtung und Struktur der Haare verändert die Wirkung der Oberfläche. Wir versuchen nicht, diese Unterschiede künstlich anzugleichen. Gerade weil die Zeichnung nicht gedruckt oder nachträglich aufgebracht wird, wirkt jedes Stück natürlich. Die Produktbilder zeigen deshalb den Charakter des Modells; das Fell des eigenen Stuhls bringt jedoch seine individuelle Zeichnung mit.
Von der Fellfläche zur gepolsterten Sitzschale
Das Kuhfell wird für die Sitzschale zugeschnitten und verarbeitet. Darunter befindet sich die Polsterung; Spanngurte gehören ebenfalls zum Aufbau der Sitzschale. Anschließend entsteht daraus die Form mit Rückenlehne, Sitzfläche und Armlehnen. Bei diesem Modell läuft das Fell über eine dreidimensionale Sitzschale. Dadurch verändert sich die Zeichnung je nachdem, aus welchem Winkel man den Stuhl betrachtet. Die Armlehnen gehören zur Form der Sitzschale und führen das Material seitlich weiter, sodass die natürliche Zeichnung auf einer größeren zusammenhängenden Fläche sichtbar bleibt.
Hier wird kein Muster auf das Material gebracht
Bei unseren handgefärbten Büffellederstühlen entsteht ein großer Teil des späteren Charakters durch die Färbung mit dem Schwamm. Beim Kuhfell ist das anders: Hier ist die natürliche Fellzeichnung selbst das Muster. Wir müssen keinen Farbverlauf erzeugen, damit die Oberfläche lebendig wirkt. Hellere und dunklere Bereiche, Übergänge und unterschiedliche Strukturen sind bereits vorhanden. Das macht den Armlehnstuhl aus Kuhfell innerhalb unseres Sortiments zu einem besonderen Modell. Während bei den Lederstühlen Handfärbung und Narbung zusammenspielen, steht hier die ursprüngliche Zeichnung des Fells im Mittelpunkt.
Ein Stuhl, dessen Oberfläche die Natur bestimmt
Man kann sich für dieses Modell entscheiden, aber nicht festlegen, an welcher Stelle eine bestimmte Zeichnung sitzen soll. Ein Stuhl kann größere ruhige Farbflächen zeigen, während bei einem anderen Exemplar stärkere Übergänge oder Kontraste zu sehen sind. Auch kleinere natürliche Merkmale können vorhanden sein. Dadurch entsteht kein Stuhl, bei dem ein industrielles Muster immer wieder auf dieselbe Form übertragen wird. Die Sitzschale bekommt durch das verwendete Fell automatisch ihre eigene Optik. Gerade diese Unvorhersehbarkeit vermittelt das natürliche Gefühl des Materials.
Kuhfell und pulverbeschichtetes Metall
Nach der Fertigstellung der Sitzschale wird sie mit dem vorgesehenen Metallgestell verbunden. Das Gestell ist pulverbeschichtet und bewusst schlicht gehalten, sodass die stärker strukturierte Oberfläche des Kuhfells im Vordergrund bleiben kann. Die Kombination aus Fell und Metall bringt zwei unterschiedliche Materialien zusammen: Das Gestell bildet die klare Basis, während die Sitzschale durch ihre natürliche Zeichnung lebendiger wirkt. Der Stuhl wird bei uns fertig montiert. An den Auflagepunkten des Gestells verwenden wir Hartgummifüße, die in die vorgesehenen Bohrungen eingesetzt werden. Dadurch liegt das Metall nicht unmittelbar auf dem Boden auf.
In Deutschland fertiggestellt
Auch dieser Stuhl wird bei uns nicht einfach als vollständig fertiger Lagerartikel weitergegeben. Die passende Sitzschale wird verarbeitet, mit dem vorgesehenen Gestell zusammengeführt und anschließend kontrolliert. Da Naturmaterialien verarbeitet werden und mehrere Arbeitsschritte notwendig sind, erfolgt die Fertigstellung Stück für Stück. Die übliche Lieferzeit liegt bei etwa 2–3 Wochen.
Was bei diesem Stuhl ein Unikat bedeutet
Beim Kuhfell lässt sich der Begriff Unikat sehr einfach erklären: Es gibt die gleiche Fellzeichnung kein zweites Mal. Selbst wenn wir denselben Stuhl noch einmal fertigen, wird die Oberfläche anders aussehen. Die Form bleibt dieselbe, das Gestell bleibt dasselbe – aber die Zeichnung verändert den gesamten Eindruck. Die individuelle Fellzeichnung ist damit ein wesentlicher Teil des Produkts. Wer sich für einen Armlehnstuhl aus Kuhfell entscheidet, entscheidet sich auch dafür, dass die Natur einen Teil der Gestaltung übernimmt.
Kuhfell schonend pflegen
Kuhfell ist ein natürliches Material und sollte entsprechend schonend behandelt werden. Staub und leichte Verschmutzungen können vorsichtig entfernt werden. Flüssigkeiten sollten möglichst zeitnah aufgenommen beziehungsweise abgetupft und nicht kräftig in das Fell eingerieben werden. Bei speziellen Reinigungs- oder Pflegeprodukten empfehlen wir, diese zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen.
Die Besonderheit liegt bereits im Material
Beim Armlehnstuhl aus Kuhfell müssen wir keine künstliche Unregelmäßigkeit erzeugen. Das Material bringt sie von selbst mit. Fellzeichnung, Haarstruktur, natürliche Übergänge und die Form der Sitzschale kommen bei jedem Exemplar neu zusammen. Das Metallgestell gibt dem Stuhl seine klare Basis, während das Kuhfell bestimmt, wie die Oberfläche am Ende tatsächlich aussieht. Genau deshalb wird aus demselben Stuhlmodell jedes Mal ein anderer Stuhl.